Wesensglieder - under construction -

Im Laufe der Bearbeitung soll die Erläuterung der Lesbarkeit des system dynamischen Modells zu den unterschiedlichen Themen verbessert werden. Zu diesem Zeitpunkt können Interessierte sich inspirieren lassen, auf einen Blick die verschiedenen Lebensbereiche des Menschen zu schauen. Das Menschenbild von Rudolf Steiner, wie er es in der anthroposophischen Geisteswissenschaft beschreibt wird hier system dynamisch dargestellt. Steiner hat in seinem Gesamtwerk aus der geistigen Betrachtung eine geistige Sicht auf den Menschen entwickelt.

Steiner erklärt anhand der vergangenen Entwicklungszeitalter der Menschheit, welche Glieder des Menschen sich analog entwickelt haben und mit welchen Elementen und Lebensbereichen diese in Zusammenhang stehen. Diese kann man studieren und als wissenswert behalten und rezitieren, doch den eigentlichen Nutzen entfaltet man erst, wenn man auch in einer praktischen Umsetzung im eigenen Leben dieses Wissen anwendet. Erst dann können die persönlichen Erlebnisse zu einer fundierten, eigenen und lebendigen Begrifflichkeit werden und die verstaubten, unbrauchbaren oder toten Begriffe können gereinigt, transformiert oder transzendiert in neuem Glanz und starker Wirkung erstrahlen.

Das drei- & viergliedrige Menschenbild

Der heutige Mensch, so wie er auf der Erde lebt, ist ein Wesen, das zum besserem Verständnis in unterschiedliche Glieder unterteilt werden kann.

Der Mensch erscheint auf dem physischen Plan durch die Geburt, diese passiert dann wenn der Mensch sich im Geistigen nicht mehr weiterentwickeln kann und eine neue Daseinsform benötigt.

Diese neue Daseinsform bekommt er dadurch, dass er sich umkleiden lässt mit dem physischen Körper und dem Ätherleib.

Das Höhere des Menschen steigt herab und empfängt durch die Vorgänge der physischen Vererbung den Körperleib oder Leibeskörper.

Der Leibeskörper besteht aus dem Empfindungsleib oder Astralkörper, dem Ätherleib und dem physischem Körper.

Diese Leiber sind wiederum verbunden mit den drei Reichen der physischen Welt: dem Tierreich, dem Pflanzenreich und dem mineralischen Reich.

Der physische Körper besteht aus den vier Elementen Feuer, Luft, Wasser und Erde.

Dieser Körper ist in seiner vierten Stufe der Entwicklung und Träger des ätherischen Leibes, nach Abschluss des ersten Entwicklungszeitalters, welches "alter Saturn" genannt wird, konnte dieser dem physischen Körper eingefügt werden.

Der ätherische Leib setzt sich aus den vier Ätherkräften Wärme, Licht, Klang und Lebenskraft zusammen.

Man nennt ihn auch Lebensleib, weil das erste mal innerliches Leben den Menschen erfüllte.

Das ist im alten Sonnenzeitalter realisiert worden.

Der Ätherleib ist in seiner dritten Stufe der Entwicklung.

Im alten Mondzeitalter wurde der astrale Körper eingearbeitet, dieser beinhaltet die unsterbliche Seele.

Die Seele entwickelt sich dreigliedrig als Empfindungsseele, Verstandes- oder Gemütsseele und Bewusstseinsseele.

Im Zeitalter der Erde ist der astrale Körper in seiner zweiten Entwicklungsphase und ist bereit um den Geist in sich aufzunehmen.

Den Geist verstehen wir als noch ganz verborgen in der physischen Welt und gliedern ihn in die Dreiheit von

  • dem Geistselbst,

  • den Lebensgeist und

  • den Geistmensch.

Diese drei Wesensglieder des Menschen sind in der übersinnlichen Sphäre vorhanden.

Die Kraft die von dieser Dreiheit ausgeht, die durchdringt das Seelische des Menschen. Diese zwei Dreiheiten verbinden sich zur Geistseele oder dem Seelengeist.

Das Dynagramm verbildlicht die Dynamiken im Menschenwesen, der drei- und Viergliederung und platziert den Menschen mittig in die Ordnung des Kosmos und der terrestrischen Kräfte.

  • Die kosmischen Mächte wirken karmatisch auf die Geistseele oder den Seelengeist ein.

  • Die terrestrischen Kräfte wirken genetisch auf den Körperleib oder den Leibeskörper.

Die wichtigste pädagogische Aufgabe ist das Lernen der richtigen Atemrhythmen. Die wichtigste therapeutisch Aufgabe ist das Lernen vom harmonischen Einklang der Körperlichkeit mit der Geistseele.

Wer als Mensch diese Zusammenhänge versteht kann pädagogisch oder therapeutisch arbeiten.

circa- & ultradiane Rhythmen

Rhythmus der Atmung & des Wachens & Schlafens

Wir stellen den Atmungs- & Schlafrhythmus des Menschen in einem Duogram dar.

Die wichtigste Beziehung des Menschen zur Außenwelt ist das Atmen. In diesem Atmen liegt das ganze dreigliedrige System des physischen Menschen.

Ein Glied ist der Stoffwechsel. Der Atmungsprozess hängt stoffwechselmässig mit der Blutzirkulation zusammen. Die Blutzirkulation nimmt die eingeführten Stoffe der äusseren Welt in den menschlichen Körper auf.

Das Atmen hängt auch mit dem Nerven-Sinnesleben des Menschen zusammen. Beim Einatmen wird Gehirnwasser in das Gehirn gepresst, beim Ausatmen prellt es zurück in den Körper. Beim Kind ist noch nicht die richtige Harmonie zwischen dem Atmungsprozess und dem Nerven-Sinnesprozess hergestellt. Durch das Harmonisieren des Atmens mit dem Nerven-Sinnesprozess wird das Geistig-Seelische in das physische Leben des Menschen hereingezogen.

Um einen Einklang zwischen den zwei Wesensgliedern dem Körperleib und der Geistseele zu schaffen benötigt es noch den Wechsel zwischen Schlafen und Wachen in einer dem Menschenwesen entsprechenden Weise zu vollziehen. Was der Mensch auf dem physischem Plan erlebt muss hereingetragen werden in dasjenige, was die Geistseele vom Einschlafen bis zum Aufwachen tut und aus der geistigen Welt muss die Kraft zurückfliessen können, um dann im physischen Dasein ein rechter Mensch zu sein und/oder zu werden.

Nerveneinlauf & Blutkreislauf

Das ist das seelische im Menschenwesen, welches verbunden ist mit dem Leiblichem, so dass Erkennen, Antipathie, Gedächtnis und Begriff an die Leibesorganisation der Nerven gebunden ist. Das Wollen, die Sympathie, Phantasie und Imagination sind im physischen Körper an das Blut gebunden.

Es gibt drei Orte im Körper in denen Antipathie und Sympathie ineinander spielen, das Gehirn, das Rückenmark und in den Ganglienhäufchen.

Denkleben als Frucht von dem Alten & Willensleben als Keim von dem Neuen

Der Tod ist die geistige Fortsetzung des Physischen,

die Geburt ist die physische Fortsetzung des Geistigen.

Der Mensch wirkt in der Welt nicht nur durch das was er tut, sondern vorallem durch was er ist.

Der Mensch wurde geboren, das zu tun, was er nicht in der geistigen Welt konnte.

Das menschliche Seelenleben ist in zwei Gebiete gegliedert und in der Mitte befindet sich das ganze Ausleben des physischen Menschen selbst, die Kräfte der Antipathie und Sympathie wirken unbewusst und bedeuten das Fühlen, welches sich aus dem Wechselspiel dieser Kräfte zusammensetzt.

Die Antipathie entwickelt der Mensch, weil er nicht mehr in der geistigen Welt bleiben kann, gegen alles was geistig ist.

In Sympathie verbindet er sich mit der Willenstätigkeit die nach dem Tode zu neuen Dasein hinaus strahlt.

Durch die Antipathie wird das vorgeburtlich Lebendige zum Vorstellungsbild abgeschwächt. Vorstellen ist Bild von all den Erlebnissen, die vor der Empfängnis von der Seele in der rein geistigen Welt erlebt sind. Für wirklich Erkennende ist einfach das Vorstellen selbst ein Beweis des vorgeburtlichen Daseins, weil es Bild dieses vorgeburtlichen Daseins ist. Diese Idee führt aus den bloßen Worterklärungen heraus und in ein wirkliches Ergreifen der vorstellenden Tätigkeit. Durch Verstärkung der Kraft der Antipathie entsteht das Erinnerungsbild, das Gedächtnis. Durch das Bildhafte im Gedächtnis zu behalten entsteht der Begriff.

Auf der anderen Seite steht das Wollen. Durch Sympathie verstärkt man in sich das Wollen und es entwickelt sich die Fantasie. Steigert man die Kraft der Sympathie genügend, so dass sie die Glieder des Menschen durchdringt bis in die Sinne, dann bekommt man die Imagination.

Die Vorstellung wirkt von der einen Seite durch Bilder von unserem vorgeburtlichem Leben, der Wille auf der anderen Seite, den man als Keim für ein späteres Aufblühen im nachtodlichem Geistigen in sich trägt. Der Keim ist etwas Überreales, ein Bild ist etwas Unterreales. Ein Keim wird später erst zu einem Realen, so dass der Wille in der Tat sehr geistiger Natur ist.

Der Wille ist der Keim im Menschen für das, was nach seinem Tode geistig-seelische Realität wird.

Essenz & Existenz - vorstellend denken & vorraussetzend wollen

Schaffung von neuen Kräften

Der Mensch hat durch die Antipathie des Kosmos seine Hauptesbildung, welches er zur eigenen Freiheit bedienen kann, weil der Kosmos dieses Haupt zuerst von sich ausgestoßen hat. Im Haupt stößt unsere Antipathie mit der Antipathie des Kosmos zusammen und es entstehen unsere Wahrnehmungen.

Alles Innenleben kommt von dem liebevollen sympathischen Umschlingen des Gliedmassensystems durch den Kosmos. So drückt sich in der menschlichen Leibesgestaltung aus, wie der Mensch auch seelisch aus dem Kosmos gebildet ist und was er in seiner Trennung wieder aufnimmt aus dem Kosmos.

Der folgende Irrtum betrifft das sogenannte Gesetz von der Erhaltung der Energie oder der Kraft. Es lautet: Die Summe aller im Weltenall vorhandener Energien oder Kräfte sei eine konstante, diese Kräfte wandeln sich nur um und erscheinen mal als Wärme ein andermal als mechanische Kraft. So gesagt hat man die Aufdeckung der Metamorphose von Energien oder Kräften durch Julius Robert Mayer missverstanden.

Sobald man nämlich meint, dass niemals Kräfte wirklich neu gebildet werden, wird man nicht zu einer Erkenntnis des wahren Wesens des Menschen gelangen können. Denn dieses wahre Wesen des Menschen beruht gerade darin, dass fortwährend durch ihn neue Kräfte und Stoffe gebildet werden.

Der Mensch wird nur richtig vorgestellt, wenn er selbst noch mit seinem Tode im kosmischen Prozess drinnen stehend gedacht wird. Wäre der Mensch nämlich nicht in der Erdenevolution vorhanden, dann wären die Tiere zum großen Teile nicht da. Ebenso aber wäre die Erdenentwicklung längst in ihren Endzustand hineingekommen, wenn ihr nicht fortwährend die Kräfte des menschlichen Leichnams zugeführt würden. Der physische Leib ist anders, wenn man ihn als Kind bekommt, als wenn man ihn in irgendeinem Lebensalter durch den Tod ablegt. Wir machen mit den Stoffen etwas anderes, als die Tiere oder Pflanzen mit ihnen machen. Der Mensch übergibt dem Erdenprozess tropfenweise etwas, was durch ihn fortwährend aus der übersinnlichen Welt in den physisch-seelischen Erdenprozess einfließt. Der Mensch übergibt der Erde in seinem Leibe das Ferment, gleichsam die Hefe für die Weiterentwicklung. Durch diese befruchtenden, übersinnlichen Kräfte wird der Evolutionsprozess der Erde erhalten.

Wie wirken die Strömungen der Natur auf den Menschen ein?

Der Strom des Sterbens wirkt im Knochen- und Nervensystem des Menschen. Die todbringenden Kräfte wirken in uns herein und in dem wir sie lassen bilden sich unsere Knochen. Wir schwächen die Kräfte ab und es bilden sich unsere Nerven. Der Nerv will fortwährend verknöchern, er ist fortwährend gedrängt abzusterben, wie der Knochen im Menschen immer etwas im hohen Grade Abgestorbenes ist.

Die fortwährend Leben gebenden Kräfte, die andere Strömung der Natur, wirkt im Muskel- und Blutsystem. Der Nerv wird dadurch nicht Knochen, weil ihm Blut- und Muskelsystem entgegenstehen und sein Knochenwerden verhindert.

Darum besteht eine Verwandtschaft z